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BÄK-Vize Wenker: Mädchen und Frauen vor Genitalverstümmelung schützen

Berlin, 08.02.2012

„Mädchen und Frauen müssen mit allen Mitteln vor dem grausamen und menschenverachtenden Ritual der Genitalverstümmelung beschützt werden“, sagte Dr. Martina Wenker, Vizepräsidentin der Bundesärztekammer. „Wir begrüßen deshalb ausdrücklich, dass sich der Bundestag in seiner morgigen Sitzung mit einer Gesetzesänderung zur Genitalverstümmelung befasst.“ Nach Schätzungen der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes leben rund 18.000 Mädchen und Frauen in Deutschland, die an ihren Genitalien verstümmelt wurden. Rund 5.000 Mädchen mit Migrationshintergrund sind in Deutschland gefährdet.

Damit Ärzte den traumatisierten Frauen die notwendige Sensibilität entgegen bringen können, hat die Bundesärztekammer vor einigen Jahren „Empfehlungen zum Umgang mit Patientinnen nach weiblicher Genitalverstümmelung“ erarbeitet. „Diese Empfehlungen sind mittlerweile Bestandteil der Facharztweiterbildung und der Fortbildung in der Gynäkologie. Sie sollen die behandelnden Ärzte dabei unterstützen, auf die betroffenen Frauen einfühlsam zuzugehen und angemessen zu helfen“, sagte Wenker.

Zugleich bekräftigte die BÄK-Vize-Präsidentin, Genitalverstümmelung widerspreche zutiefst dem ärztlichen Ethos. Ärztinnen und Ärzte dürften sich deshalb keinesfalls an solchen Eingriffen beteiligen.

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